"ImmobilienSektor Niederösterreich" | Gemeinsame Sache!

zt: in den Medien: "ImmobilienSektor Niederösterreich" - ORF Niederösterreich & Wohnkrone

Professionelles Know-how und regionale Kompetenz: Der „ImmobilienSektor Niederösterreich“ hat sich zusammengeschlossen, um Auswege aus der Krise am Wohnimmobilienmarkt aufzuzeigen.

Wir als zt: Kammer freuen uns als Kooperations- und Ansprechpartner mit dabei zu sein!

Ab 5.6.2024 sehen Sie den Trailer das erste Mal im ORF, die Beiträge erscheinen dann im ORF ab Dienstag 11.6.2024, Mittwoch 12.6. und Donnerstag 13.6. für 3 Wochen, immer nach NÖ Heute, ab zirka 19:19.

  • Trailer zur Sendereihe im ORF-Niederösterreich HIER Im Schlussinsert wird unser zt: Logo gezeigt, die Ausstrahlung erfolgt 7x.
  • Wohnkrone vom 5.Juni: Den ganzen Artikel lesen Sie HIER

zt: im TV:  Fernseh-Interviews

Beitrag - Sanierung und Transformation: Ausstrahlung am 12.6.2024. Seitens zt: Kammer im Interview dazu DI Malgorzata Sommer-Nawara. Wo wenig gebaut wird, gewinnen bestehende Objekte an Bedeutung. Die Nachverdichtung in urbanen Lagen und die intelligente Transformation bestehender Gebäudestrukturen in den Regionen und Gemeinden verlangen ein gutes Gespür für das Lebensumfeld der Menschen und ein umfassendes Know How in der Sanierung.

Beitrag - Ortskernentwicklung: Ausstrahlung am 13.6. 2024. Dazu im Interviews seitens zt: Kammer: DI Karl Grimm. Der Erhalt der regionalen Strukturen und die Belebung von Ortskernen sind für unser Land von besonderer Bedeutung. Mit einer intelligenten Entwicklung von Gebäudestrukturen, kreativen Nutzungskonzepten für die Bestandsimmobilien und nachhaltigen Gestaltung von Außenanlagen schaffen wir eine spannende Belebung der Ortskerne.

Beitrag - Architektenwettbewerbe: Ausstrahlung am 20.6.2024. Im Interview seitens zt: Kammer: Arch. DI Michael Barth. Ein Architekturwettbewerb ist ein effektiver und transparenter Weg, um eine Vielzahl an qualitätsvollen Lösungen für die Errichtung eines Bauprojekts zu erhalten. Sie nützen den Baubehörden und den Gemeinden ebenso wie den Bauherren und Investoren, indem sie vergleichbare Entscheidungsgrundlagen, nachhaltige Lösungen und schnellere Umsetzungen sicherstellen.

zt: Print: Wohnkrone-Artikel / „ImmobilienSektor Niederösterreich“

1. FRAGE Wohnkrone an Präsident Arch. DI Bernhard Sommer: Alle Prognosen weisen darauf hin, dass es aufgrund des starken Rückgangs im Neubau ab 2025 in NÖ zu einem spürbaren Wohnungsmangel kommt. Inwiefern und mit welchen Maßnahmen kann/könnte die Sanierung im Bestand dem entgegenwirken?

Präsident Sommer: "Ich fürchte, dass die Ursachen für den Rückgang im Neubau auch gleichermaßen auf die Sanierung zutreffen. Die Ursachen finden sich einerseits in den Schwierigkeiten bei der Finanzierung und allgemein in der wirtschaftlichen Lage, andererseits aber verunmöglicht eine immer restriktivere und fast schon übergriffige Auslegung von Normen und Gesetzen durch die Behörden - wobei die Gemeinden in Niederösterreich sehr unterschiedlich sind-, dass Projekte entwickelt werden können. Denn klar ist auch: durch Sanierung alleine wird Wohnraum verbessert, aber nicht geschaffen. Dazu müssen vorhandene Bauten erweitert werden oder in Wohnraum umgewidmet und entsprechend adaptiert werden. Dramatisch wirkt sich derzeit die Praxis der Flächenwidmung aus, die dem Prinzip Not-in-my-backyard folgt. Dabei ist es verständlich, wenn die Qualität von Garten-Viertel erhalten bleiben soll und Änderungen von Strukturen Unmut hervorrufen. Aus meiner Sicht liegt der Unmut sehr häufig an der bescheidenen Qualität der Projekte, die meist sehr „selbstbezogen“ sind und von einer idyllischen Umgebung profitieren ohne etwas beizutragen, Hier könnten städtebauliche Wettbewerbe Abhilfe schaffen, die vor dem Erlassen von Bebauungsplänen durchzuführen wären. Die bequeme aber gefährlich kurzsichtige Antwort der Entscheidungsträger ist aber Projekte unmöglich zu machen."

2. FRAGE Wohnkrone an Präsident Arch. DI Bernhard Sommer: In Österreich wird oft und gerne eine Überregulierung im Bauwesen kritisiert. Könnte eine Durchforstung der Normen tatsächlich die steigenden Baukosten reduzieren, ohne Einbußen in den Bereichen Sicherheit und Qualität in Kauf zu nehmen?

Präsident Sommer: "Es gibt hemmende Bestimmungen. Diese wirken sich v.a. auf die Bestandsentwicklung aus, wenn Anforderungen des Neubaus auch dem Bestand abverlangt werden. Aber es ist schon so, dass die meisten Schutzziele ihre Berechtigung haben. Es sind nur wenige, die einfach nicht nachvollziehbar sind: zB, wenn eine Türbreite nicht kleiner als 80cm sien darf und das auch bei Gehflägel von Doppeltüren. Damit werden nicht nur Sanierungsprojekte unnötig verteuert, sondern auch ganz andere Entwicklungen unmöglich gemacht, wie die Transformation zur Kreislaufwirtschaft. Eine schöne gründerzeitliche Doppelflügeltür wird so zu Bauschutt. Ein Durchforsten der gesetzlichen und normativen Regeln wäre daher sicher sinnvoll. Noch schneller könnte man aber etwas anderes umsetzen: mehr Pragmatismus und Hausverstand bei der Beurteilung von Projekten durch Behörden anwenden. Die Frage, ob etwas zulässig ist, sollte nicht anhand der Einhaltung bestimmter Wege geprüft werden, sondern welche Schutzziele verletzt oder eben doch erreicht wurden. Mit den richtigen Fragestellungen würde man übrigens auch die notwendigen gutachterlichen Feststellungen erhalten. Die Schutzziele selbst, zB Brandschutz, Nutzungssicherheit oder das Recht auf Tageslicht oder auf das Leben in einer gut strukturierten Umgebung, sind ja sinnvoll und wir können daher in Österreich auch durchaus stolz darauf sein, dass wir in sicheren Gebäuden hoher Qualität leben. Was dagegen gerade auch in Niederösterreich in den letzten Jahrzehnten gar nicht funktioniert hat, ist die Raumordnung. Grundstücke wurden als eine Art Rohstoff gesehen, und nicht als Lebensraum und so haben wir diese schreckliche Zersiedelung, die zerstörten Ortskerne und die dadurch fehlende Infrastruktur. Neben wirtschaftlichen Gründen waren es auch globale technologische Entwicklungen, die dazu geführt haben. Aber genau dafür hätte es die ordnende Hand der gewählten Vertreter gebraucht. Dass es auch anders geht beweist Bayern, wo es noch intakte Siedlungsgrenzen gibt."