Für Auftraggebende
Wettbewerbe
Bei Bauvorhaben der öffentlichen Hand sind Wettbewerbe zur Sicherung von Qualität und Transparenz beim Planen und Bauen aus der Praxis nicht wegzudenken. Wettbewerbe sind ein Instrumentarium, um vielfältige konkurrierende Ideen auf den Gebieten der Architektur, des Städtebaus, der Landschaftsarchitektur, des Bau- und Ingenieurwesens sowie der Stadt- und Raumplanung unter Beiziehung von Experten zu vergleichen und eine Qualitätsentscheidung treffen zu können.
Die verschiedenen Arten von Wettbewerbsverfahren bieten dem/der Auslober:in die Möglichkeit, das kreative Potenzial einer Vielzahl qualifizierter Fachleute auszuschöpfen. Durch die Entscheidung eines unabhängigen Preisgerichts erhält der/die Auslober:in aus einem Angebot von eingereichten Wettbewerbsarbeiten die qualitativ hochwertigste Lösung.
Die zt:Kammer Ost sieht es als eine ihrer Kernaufgaben, Auslober:innen bei der Vorbereitung und Durchführung von Planungswettbewerben zu unterstützen. Wird über die Bedingungen eines Wettbewerbs zwischen der Auslober:in und der zt:Kammer Ost Einvernehmen erzielt, so findet der Planungswettbewerb "in Kooperation mit der Kammer" (grüne Hand) statt. Dies hat insbesondere zur Folge, dass die zt:Kammer Ost selbst auch Preisrichter:nnen nominiert und der Wettbewerb in allen relevanten Medien der zt:Kammer Ost (unter anderem auf architekturwettbewerb.at) bekannt gemacht wird. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Kooperation mit der jeweils zuständigen zt:Länderkammer besteht nicht.
Inhaltsverzeichnis
- Wettbewerbsbroschüre
- Wettbewerbsstandard Architektur – WSA 2010* Neuauflage 2022
- Wettbewerbsportal / Preisgeldrechner
- Wettbewerbskooperationen - Erfolgreiche Verfahren durch professionelle Betreuung
- Glossar
- Informationen für Preisrichter:innen
- Informationen zur Verfahrensbetreuung
- Kontaktadressen für Kooperationsanfragen
Wettbewerbsbroschüre
Die Förderung des Wettbewerbswesens ist ein zentrales Anliegen der Berufsvertretung. Daher hat die zt:Kammer Ost eine Wettbewerbsbroschüre mit in ihrem Kammerbereich realisierten Gewinnerprojekten aus kooperierten Wettbewerben der letzten Jahre erstellt. Er dient als Leitfaden zur Grundlegung, Wahl, Vorbereitung, Durchführung und Vermittlung eines Architekturwettbewerbs.
Wettbewerbsstandard Architektur – WSA 2010* Neuauflage 2022
Der Wettbewerbsstandard Architektur WSA 2010* ist ein von der Bundeskammer der Ziviltechniker:innen herausgegebener Leitfaden zur Durchführung von Architekturwettbewerben. Er legt als Wettbewerbsordnung die Mindestinhalte gemäß § 165 (3) BVergG sowie sonstige Verfahrensregeln fest, die einen transparenten und fairen Wettbewerb gewährleisten. Er ist die Richtlinie für Wettbewerbskooperationen der zt:Länderkammern und wird neben Wettbewerben im Städtebau und Architektur auch für Wettbewerbe in den Fachgebieten der Zivilingenieur:innen (z.B. Landschaftsarchitektur, Bau- und Ingenieurwesen, Raumplanung) sinngemäß angewendet.
Wettbewerbsportal / Preisgeldrechner
Mit einer zt:Länderkammer kooperierte Verfahren sind auf der Wettbewerbsplattform und auf der Vergabeplattform mit einer „grünen Hand“ gekennzeichnet. Im Falle von kooperierten Verfahren finden Sie hier auch weitere Informationen– zb. Kooperationserklärungen, Preisgerichtsprotokolle und die Beiträge der Preisträger.
Im Rahmen eines Vergabemonitorings werden von der zt:Kammer Ost auch laufend nicht-kooperierte Verfahren, die Planungsaufträge betreffen, geprüft und mit rechtlichen sowie fachlichen Hinweisen im Kommentarfeld auf der Wettbewerbsplattform veröffentlicht. Ingenieursleistungen werden auf der Vergabeplattform publiziert. Verfahren, deren Bedingungen die Teilnehmer:innen grob benachteiligen, werden gekennzeichnet (rote Hand).
Der auf der Wettbewerbsplattform abrufbare Preisgeldrechner dient zur Ermittlung des Preisgeldes für die im Zuge eines Architekturwettbewerbs prämierten sechs Wettbewerbsarbeiten nach den Bestimmungen des Wettbewerbsstandard Architektur für die Wettbewerbsgrundleistungen – als Benchmark. Die Höhe des Preisgeldes wird in den Kooperationsgesprächen unter Beachtung der Wettbewerbsaufgabe ermittelt.
Das Manual unterstützt Sie bei der Bedienung des Rechners.
Wettbewerbskooperationen - Erfolgreiche Verfahren durch professionelle Betreuung
Als gesetzliche Interessensvertretung setzt sich die zt:Kammer Ost jeden Tag aufs Neue für die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Architekt:innen und Zivilingenieur:innen ein. Die Möglichkeit der Unterstützung bei der Vergabe von geistig-schöpferischen Dienstleistungen bringt zugleich Vorteile für Auftraggeber:innen. Seit vielen Jahren begleitet die Berufsvertretung Vergabeverfahren und Architekturwettbewerbe und steht zahlreichen Auftraggeber:innen als Kooperationspartnerin zur Seite. Schwerpunkte sind dabei die Beratung hinsichtlich der Wahl des passenden Verfahrens und der Ausformulierung von Planungsaufgabe und Ausschreibungsbedingungen. Darüber nominiert die zt:Kammer Ost fachlich hervorragend qualifizierte Personen für Preisgerichte und Bewertungskommissionen.
Die Vorteile auf einen Blick:
Die von der Bundeskammer der Ziviltechniker:innen herausgegebenen bzw. verhandelten Musterauslobungen können in Abstimmung mit dem jeweils zuständigen Wettbewerbsausschuss der Länderkammern von öffentlichen und privaten Auftraggeberinnen benutzt werden.
Publizität
Mit Bereitstellung der Wettbewerbsplattform und der Vergabeplattform schaffen die zt:Kammern Transparenz im Wettbewerbs- und Vergabewesen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Baukultur. Hier werden Verfahren möglichst vollständig angekündigt, dokumentiert und einer Analyse unterzogen. Die Informationen kommen dabei nicht nur den Teilnehmer(inne)n und Bieter(inne)n zugute, sondern nützen auch auslobenden und ausschreibenden Stellen. In Kooperation mit der zuständigen zt:Länderkammer durchgeführte Verfahren werden mit der „grünen Hand“ gesondert kenntlich gemacht.
Akzeptanz
Wo die „grüne Hand“ drauf ist, steckt Transparenz und Fairness drin. Der Ausspruch einer Kooperation versteht sich dabei als Qualitätsmerkmal und Garant zur Einhaltung bestimmter Grundsätze. Dies dient der Akzeptanz auf beiden Seiten und hilft eine ausreichende Zahl an qualifizierten Verfahrensteilnehmern sicherzustellen.
Kompetente Jury
Ein Wettbewerb ist nur so gut wie sein Preisgericht. Daher ist die wohlüberlegte Besetzung eines Bewertungsgremiums unverzichtbar für das Ergebnis eines Planerfindungsverfahrens. Für das Funktionieren einer kompetenten Jury braucht es geeignete Fachleute, die produktiv zusammenwirken können. Aus diesem Grund nominiert die jeweils zuständige zt:Länderkammer fachlich hervorragend qualifizierte Personen für Bewertungskommissionen und Preisgerichte und hilft somit bei der ausgewogenen Besetzung, um die fachgerechte Beurteilung des besten Projekts zu gewährleisten.
Erfolgreiche Verfahren
Einsprüche gegen Vergabeverfahren sind heute keine Seltenheit mehr. Auftraggeber:innen passende Instrumente für eine qualitativ hochwertige Beschaffung von Planungsleistungen zur Verfügung zu stellen, liegen den zt:Kammern daher besonders am Herzen. Durch die kompetente und kostenlose Beratung bei der Erstellung von Verfahrensunterlagen und die hohe Qualifikation der von der Kammer nominierten Mitglieder der Entscheidungsgremien kann ein erfolgreicher Beschaffungsvorgang unterstützt werden. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang, dass bei Wettbewerben aufgrund der hohen Akzeptanz bei den Teilnehmer:innen und ihrer Sonderstellung im Vergabewesen vergleichsweise wenige Anfechtungen erfolgen.
Glossar
Der Wettbewerbsglossar WSA bietet eine Liste von Wörtern mit beigefügten Bedeutungserklärungen zum besseren Verständnis der im Wettbewerbswesen geläufigen Begrifflichkeiten.
Informationen für Preisrichter:innen
Als Unterstützung für Ihre Tätigkeit als Preisrichter:in finden Sie in den Checklisten wichtige Informationen zum Ablauf von Preisgerichtssitzungen, zur Protokollierung und Notfallroutinen.
Die Kontaktdaten der Absolvent:innen des Wettbewerbslehrganges der zt:Akademie werden zeitnah zur Verfügung gestellt
Das Entgelt für Preisrichter:innen laut WOA finden Sie hier
Informationen zur Verfahrensbetreuung
Eine qualifizierte Verfahrensbetreuung ist für den Erfolg eines Wettbewerbs bzw. eines Vergabeverfahrens höchst relevant.
Die Kontaktdaten der Absolvent:innen des Lehrgangs „Verfahrensbetreuung“ der zt:Akademie werden zeitnah zur Verfügung gestellt.
Kontaktadressen für Kooperationsanfragen
Für eine Kooperationsanfrage betreffend Projekte in Wien, Niederösterreich und Burgenland wenden Sie sich bitte an: kammer@arching.at (Ansprechperson: Mag. Sabine Bacher, LL.M.)
Für eine Kooperationsanfrage betreffend Projekte in den anderen Bundesländern wenden Sie sich bitte an:
Kammer Nord: linz@arching-zt.at
Kammer Süd: office@ztkammer.at
Kammer West: arch.ing.office@kammerwest.at
Bundeskammer Ziviltechniker:innen: office@arching.at
