"CO₂-Neutralität statt Hüllenfetischismus" | TGA-Interview mit Länderkammerpräsident Bernhard Sommer

©eap.at/ Gerald Mayer-Rohrmoser.
Im aktuellen Interview spricht Länderkammerpräsident Bernhard Sommer über zentrale Herausforderungen und Missverständnisse in der Gebäudetechnik. Statt einer einseitigen Fokussierung auf die Gebäudehülle plädiert er für einen ganzheitlichen Blick auf die CO₂-Neutralität – insbesondere unter Einbeziehung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Sommer betont, dass Leistbarkeit und Energieeffizienz gemeinsam gedacht werden müssen. Entscheidender als maximale Dämmung sei oft die richtige Planung und das Zusammenspiel von Gebäudetechnik und Energieversorgung. Gerade Heizwärmebedarf und Energieverbrauch spielen eine zentrale Rolle – etwa im Kontext von Richtwertmieten, wo künftig nicht mehr das Baujahr, sondern die tatsächliche Energieperformance stärker gewichtet werden sollte.
Auch strukturelle Themen wie die Rolle der Ingenieurkonsulent*innen, Qualitätskontrolle im Wettbewerb und die Bedeutung integrativer Planung werden angesprochen. Klar wird: Ohne technisches Verständnis und interdisziplinäre Zusammenarbeit lassen sich die Klimaziele im Gebäudesektor nicht erreichen.
Der Beitrag ist in der Ausgabe 03/2026 erschienen. Das E-Paper kann hier kostenpflichtig abgerufen werden.
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