Bauen im Wandel: Rückblick auf die Jahrestagung Bau 2025

© Austrian Standards / APA-Fotoservice / Juhasz Fotograf: Krisztian Juhasz.

Die Jahrestagung Bau 2025 bildete den gelungenen Abschluss des WE NORM THE FUTURE | Summit 2025 und zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig, herausfordernd und zugleich richtungsweisend die Themen der Bau- und Immobilienbranche heute sind.

Am 4. Dezember 2025 versammelte Austrian Standards mehr als zwanzig Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Praxis, um zentrale Fragen unserer gebauten Zukunft zu diskutieren: klimaresilientes Bauen, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung & KI, Leistbarkeit, Finanzierung sowie die zentrale Rolle von Standards und Normen.

Im Fokus stand ein gemeinsames Ziel: Wege aufzuzeigen, wie die Bauwelt resilienter, nachhaltiger, digitaler und zugleich wirtschaftlich machbar gestaltet werden kann. Moderiert von Gudrun Ghezzo bot die Jahrestagung einen hochkarätigen Austausch, tiefgehende Fachimpulse und kontroverse Diskussionen – und machte deutlich, dass Standardisierung eine wesentliche Voraussetzung für Innovation und Fortschritt bleibt. 

Kosten, Förderung und Finanzierung im Reality Check

Im anschließenden Talk standen ESG-Kriterien, Fördermechanismen, beschleunigte Genehmigungsverfahren sowie das Bauen außerhalb der Norm im Fokus. Am Podium diskutierten:
Peter Bauer (Vizepräsident, Kammer der Ziviltechniker:innen),
Beatrix Rauscher (Leitung Kompetenzzentrum „Bahninfrastruktur, Regulative Bau, Ingenieurservices, Normen“, Stadt Wien),
Gerhild Bensch-König (Geschäftsführung Raiffeisen Wohnbau, Präsidentin Salon Real) und
Doris Molnar (Vorständin, Gemeinnützige Donau-Ennstaler Siedlungs-AG).

Konsens am Podium: Normen sind Werkzeuge – keine Kostentreiber. Die wahren Kostentreiber liegen in hohen Grundpreisen und Finanzierungskosten, die durch lange Genehmigungsverfahren weiter steigen. Eine Beschleunigung dieser Verfahren wurde unter anderem durch den gezielten Einsatz von KI als realistische Perspektive bewertet.

Das Thema Bauen außerhalb der Norm wirft zugleich neue Haftungsfragen auf. Vizepräsident Peter Bauer begrüßte den Gebäudetyp E als wichtiges Forschungsfeld, betonte jedoch, dass er nicht als Angebot für Konsument:innen gedacht sei.

Die vollständige Nachlese zum Event mit allen Deep Dives, zentralen Erkenntnissen und Highlights finden Sie HIER.