Architekt Wilhelm Holzbauer 88-jährig am 15. Juni 2019 verstorben

Holzbauer war einer jener österreichischer Architekten, der weit über die Grenzen hinaus gewirkt hat. Er hinterließ in Österreich und im Ausland zahlreiche Werke und prägte vor allem durch seine Lehrtätigkeit an der Hochschule für angewandte Kunst Wien Generationen von Architektinnen und Architekten.

Nachruf der Sektion ArchitektInnen

Wilhelm Holzbauer, aus einfachen Verhältnissen stammend, zählte zweifellos zu den bedeutendsten Architekten Österreichs. Das Tätigkeitsfeld erstreckte sich nicht nur auf sein Heimatland, sondern auf Europa und auch auf Übersee. In weit mehr als einem halben Jahrhundert entstanden ab 1953 rund 500 Bauten und Projekte. Es scheint keine Bauaufgabe zu geben, die er nicht bewältigen konnte. Auch dem Kunstgewerbe widmete er sich in seinen Entwürfen.
Ein weiterer wichtiger Teil seines Schaffens ist die über 20-jährige Lehrtätigkeit an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Als anerkannte, respektierte - aber nicht gefürchtete Autorität - verstand er es, die persönliche Kreativität der Studentinnen und Studenten zu fördern. Viele seiner Schülerinnen und Schüler zählen heute zu den bekanntesten Architekten Österreichs und sind gleichfalls international tätig.
In den vergangenen Jahren erschienen zahllose Bücher des mit Preisen und Ehrungen vielfach ausgezeichneten Architekten - darunter auch einige umfassende Werkmonographien. Noch weitaus größer ist die Zahl von Aufsätzen und kleineren Publikationen über einzelne Bauten.
Als gut vernetzter Architekt, als Lehrer mit großem und qualitätsvollem "Output", als ausgewiesener Musikliebhaber und als Mann, der einen großzügigen Lebensstil pflegte, wird er in Erinnerung bleiben.

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