Befugnisverleihung

Die Ziviltechnikerbefugnis wird nach Ablegung der Ziviltechnikerprüfung für jenes Fachgebiet verliehen, in dem der Befugniswerber die Prüfung abgelegt hat.

Bewerber(innen) um die Verleihung einer Befugnis haben den Antrag unter Anschluss der erforderlichen Unterlagen bei jener Architekten- und Ingenieurkonsulentenkammer einzubringen, in deren Bereich sie tätig werden wollen.

Folgende Unterlagen müssen dem Antrag auf Befugnisverleihung beigelegt werden:

  • 1. Ansuchen um Befugnisverleihung in Form eines weißen Doppelbogens (Vorlage als Download)
  • 2. Staatsbürgerschaftsnachweis (Original oder beglaubigte Kopie)
  • 3. Nachweis über abgelegte Ziviltechnikerprüfung bzw. Dokumente, durch die nachgewiesen wird, dass eine Befreiung von der Ziviltechnikerprüfung gegeben ist (Original oder beglaubigte Kopie)
  • 4. Promotionsurkunde (wenn zutreffend): nur für Verleihungsbescheid relevant
  • 5. Eidesstattliche Erklärung (2-fach): (Vorlage als Download)
  • 6. Strafregisterbescheinigung

Für die Bescheiderlassung werden vom BMWFW Gebühren in Höhe von ca. 220,– EUR vorgeschrieben. Im Rahmen der Neugründungsförderung besteht die Möglichkeit der Befreiung von den Stempelgebühren!

Das Ansuchen um Befugnisverleihung wird nach einer Stellungnahme der Kammer – das zuständige Gremium ist das Präsidium der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten – dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend übermittelt. Das BMWFW entscheidet über das Ansuchen mit Bescheid.

Die Kammerdirektion erhält eine Kopie des Verleihungsbescheids und schreibt den Neubefugten die Eintragungsgebühr (derzeit 100,– EUR) vor.

Die Befugnis kann aufrecht oder ruhend gestellt werden. Die Statusänderung hat mittels einfachen Schreibens oder Fax an die Kammer zu erfolgen und kann mit 14-tägiger Rückwirkung vorgenommen werden.

Von der Verleihung einer Befugnis sind Personen ausgeschlossen:

  • die in ihrer Handlungsfähigkeit beschränkt sind,
  • über deren Vermögen der Konkurs anhängig ist oder innerhalb der letzten drei Jahre eröffnet worden ist, sofern nicht der Konkurs nach einem Zwangsausgleich oder nach Bestätigung des Zahlungsplans aufgehoben worden ist,
  • über deren Vermögen der Konkurs mangels Bestätigung eines hinreichenden Vermögens innerhalb der letzten drei Jahre nicht eröffnet worden ist.
  • denen die Befugnis aberkannt wurde, es sei denn, sie wurde gemäß § 17 Abs. 2 Z 1 ZTG aberkannt,
  • die in einem öffentlichen Dienstverhältnis des Dienststandes, es sei denn ausschließlich als Lehrer an öffentlichen oder mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Lehranstalten, stehen oder die aus dem öffentlichen Dienst aufgrund eines Disziplinarerkenntnisses entlassen wurden,
  • die nicht über die zur Ausübung erforderliche Zuverlässigkeit verfügen.