Ausschuss StadtNachhaltigkeit

In der konstituierenden Sitzung des Ausschusses StadtNachhaltigkeit am 17.11. wurde Architekt DI Gernot Mittersteiner zum Vorsitzenden und DI Rudolf Kretschmer zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Nach der halben Periode werden die beiden Positionen getauscht.

Die Ausschussmitglieder widmen sich vor allem vier Anliegen:

  • Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung in Wien und Niederösterreich
  • Vergabemechanismen als Motor der Stadtentwicklung – wie entsteht Stadtplanung?
  • Bauordnung: Reglementierungen und Gesetze als unsichtbare Parameter hinter der gebauten Wirklichkeit
  • Förderungen: Öffentliche Gelder prägen das Stadtbild – werden sie effizient eingesetzt? 


Allgemeines zur StadtNachhaltigkeit

Gebäude sind für einen großen Teil des Energiekonsums in direkter und indirekter Weise verantwortlich. Manches, beispielsweise die Qualität der Gebäudehülle, hat sich in den letzten Jahren dramatisch verbessert, zumindest wenn man den mittleren Wärmedämmwert als Maß für die Verbesserung heranzieht. Städtebaulich sind nur geringe Anstrengungen einer nachhaltigen Planung zu beobachten. Die Komplexität der Zusammenhänge, die ein nachhaltiges Bauen ermöglichen würden, prädestiniert eine Berufsgruppe besonders, hier Einfluss zu nehmen: die Architektinnen und Architekten. Denn abgesehen davon, dass es um Bauaufgaben, also um Architektur, geht, ist interdisziplinäres Arbeiten und das Abwägen von Wertigkeiten immer schon Teil dieses Berufs gewesen.

In diesem Ausschuss gilt es, Positionen der Kammer zu Themen des nachhaltigen Städtebaus zu formulieren und bei den Entscheidungsträgern einzubringen. Wo können wir am meisten bewegen? Wo müssen wir uns aus Verpflichtung gegenüber zukünftigen Generationen einmischen? Unter dem Titel Nachhaltigkeit wird viel Geld in Fördermaßnahmen gesteckt. Sind das städtebaulich, gesamt betrachtet, die richtigen Maßnahmen? Gibt es Fehlentwicklungen? Eine kritische Auseinandersetzung und ein lebendiger Dialog nach außen mit den Entscheidungsträgern ist notwendig. Aber auch nach innen, innerhalb der Architektinnen und Architekten, ist eine Diskussion zu führen.

(Architekt Bernhard Sommer)

Das rot-grüne Regierungsübereinkommen zur Stadtentwicklung

Das im November 2010 unterzeichnete Regierungsabkommen nimmt umfangreich Stellung zu Stadtentwicklung und Verkehr. Außerdem werden Instrumente zur Qualitätssicherung genannt und es wird auf die Zusammenarbeit mit der Länderkammer bei der Weiterentwicklung des Wettbewerbs-Leitfadens eingegangen.

Zur Beurteilung und Unterstützung der Bezirke bei Bauprojekten wird ein Expertenpool eingerichtet.

Details finden Sie im beiliegenden PDF „Das rot-grüne Regierungsübereinkommen November 2010“ speziell ab Seite 57 ff.

Ausschussmitglieder

Vorsitzender: DI Rudolf Kretschmer, IK f. Raumplanung und Raumordnung

Stlv.Vorsitzender: Arch. DI Thomas Kratschmer (seit 1.12.2016)

  • Arch. DI Franz Denk (seit 20.12.2016)
  • DI Ortfried Friedreich, ZI f. Bauwesen
  • DI Karl Grimm, IK f. Landschaftsplanung und Landschaftspflege
  • DI Armin Haderer, IK f. Landschaftsplanung und Lanschaftspflege
  • Arch. DI Dr. Markus Swittalek
  • Arch. DI Alexander Van der Donk

* Vorsitz bis 20.09.2016: Arch. DI Gernot Mittersteiner