Ziviltechnikergesetz und Ziviltechnikerkammergesetz 1993

Ziviltechnikergesetz (ZTG) 1993

Gemäß Art. 10 Abs. 1 Z 8 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) sind die Kompetenztatbestände „Ingenieur- und Ziviltechnikerwesen“ in Gesetzgebung und Vollziehung Bundessache. Aufgrund dieser Kompetenztatbestände sieht das ZTG eine Einteilung der Ziviltechniker in Architekten und Ingenieurkonsulenten vor. Des Weiteren wird normiert, unter welchen Voraussetzungen eine Ziviltechnikerbefugnis erlangt werden kann und welche Anforderungen an eine Ziviltechnikergesellschaft zu stellen sind. Zudem finden sich Vorgaben, die der Ziviltechniker bei der Ausübung seiner Befugnis zu berücksichtigen hat. Im ZTG werden überdies Mitwirkungspflichten der jeweils zuständigen Länderkammern vorgesehen. In einem eigenen Abschnitt ist die Anerkennung ausländischer Befähigungsnachweise geregelt.

Ziviltechnikerkammergesetz (ZTKG) 1993

Im ZTKG finden sich der Aufbau der beruflichen Vertretung der Ziviltechniker(innen) und die Befugnisse der einzelnen Kammerorgane. Die Länderkammern gliedern sich jeweils in die Sektionen „Architekten“ und „Ingenieurkonsulenten“. Sie sind berufen, innerhalb ihres örtlichen Wirkungsbereichs die beruflichen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen der Ziviltechniker wahrzunehmen und zu fördern, für die Wahrung des Standesansehens zu sorgen und die Erfüllung der Berufspflichten der Ziviltechniker zu überwachen. Der Bundeskammer, die ebenfalls über zwei Sektionen verfügt, obliegt insbesondere die Vertretung der Ziviltechniker gegenüber den Bundesbehörden. Dem ZTKG können zudem Bestimmungen über die Wahl der Kammerorgane und über das Disziplinarwesen entnommen werden.

Ziviltechnikerkammer-Wahlordnung BGBl. 1994/457/

In der Ziviltechnikerkammer-Wahlordnung (BGBl. 457/1994) werden die Bestimmungen des ZTKG zur Wahl der Kammerorgane näher ausgeführt. Der Ablauf der Kammerwahlen wird entsprechend vorgegeben.