"Stadt finden". Die Fachdebatten.

Wie kommt Energie in die Stadtplanung?

Hier sehen Sie die Übertragung der "Stadt finden"-Fachdebatte (ebenso auf Facebook und Youtube) vom 11. Dezember 2017. Alle Informationen und Fotos zu dieser Publikumsdiskussion, folgenden und bereits abgehaltenen Fachdebatten, finden Sie auf dieser Seite weiter unten. Bitte scrollen.

Ziviltechniker(innen) sind in höchstem Maße an funktionierenden rechtsstaatlichen Abläufen sowie an transparenten und fairen Vergabeverfahren interessiert. Es ist wichtig, Auswahlverfahren von Beginn an transparent und für potentiell Teilnehmende offen zu gestalten. In diesem Sinne begrüßt es die Kammer der ZiviltechnikerInnen für Wien, Niederösterreich und Burgenland, gerade auch bei städtebaulich relevanten Projekten, frühzeitig eingebunden zu werden und in Kooperation qualitätsorientierte Verfahren zu gestalten, die auf bestmögliche Ergebnisse, hohe Akzeptanz und Rechts-sicherheit fokussiert sind.
Unser gemeinsames Interesse gilt einer lebenswerten, für alle Bevölkerungsgruppen offenstehenden Stadt und der Erhaltung und Entwicklung der außerordentlichen Qualitäten, die Wien zu bieten hat.

Wie viele Printmedien (etwa 11/17 in Wiener Zeitung, Standard) und Ö1 berichten (Beitrag nachhören), werden in den Debatten die verschiedenen Aspekte der aktuellen Auseinandersetzung über Stadtplanung und Städtebau zur Diskussion gestellt und die Position der Kammer der ZiviltechnikerInnen - ArchitektInnen und IngenieurInnen, siehe Folder "Thesen zur Stadt", dargelegt. Der nächste Termin:

Montag, 11. Dezember 2017, 18.00 Uhr

Wie kommt Energie in die Stadtplanung? Fotos und Link zur Einladung

Ort: Im ersten Plus-Energie-Bürohochhaus Österreichs, TUtheSky, 11. OG, Getreidemarkt 9, 1060 Wien

Programm:

  • Vortrag "Form follows Energy - Die Stadt neu denken" - Prof. Brian Cody, Gründer & CEO der Energy Design Cody ConsultingGmbH, Leiter des Instituts für Gebäude und Energie an der TU Graz
  • Die Fachdebatte mit dem Publikum wird von Arch. DI Bernhard Sommer, Vizepräsident unserer Kammer, moderiert und bietet Raum für Fragen und qualifizierte Antworten.
  • Vorweihnachtliches Get-together: Netzwerken mit atemberaubendem Blick auf die Wiener Innenstadt

Zum Inhalt "Form follows Energy - Die Stadt neu denken":

Die Ziele hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung sind mit einer bloßen Optimierung der bestehenden Strukturen nicht erreichbar. Vielmehr bedarf es einer radikalen Umstrukturierung unserer physischen Infrastruktur; wir müssen die Stadt neu denken. Eine konsequente Einbeziehung der bereits vorhandenen und verwendeten digitalen Infrastruktur in der Konzeption unserer physischen Infrastruktur, wie Gebäuden und Verkehrsnetzen, führt zwangsläufig zu ganz neuen Typologien für beispielsweise Büro- und Wohngebäude - für die Architektur eine spannende Entwicklung. Die Konsequenzen werden jedoch natürlich darüber hinausgehen und betreffen auch Verkehrssysteme, die produzierende Industrie und die Landwirtschaft. All diese Überlegungen sind nicht auf Entwicklungen neuer Städte in China begrenzt. Natürlich müssen diese Strategien im europäischen Kontext vor dem Hintergrund der bestehenden Bebauung und Infrastruktur gesehen werden. Es ist trotzdem dringend notwendig für jede europäische Stadt einen Masterplan, gemeinsam mit einer Vision der Stadt in 50 Jahren, zu entwickeln. Warum? Weil im Laufe der nächsten 50 Jahre die meisten europäischen Städte ohnehin einem drastischen Wandel aufgrund kontinuierlicher Verbesserungsmaßnahmen und laufender Sanierungen unterworfen werden. Jede Intervention in der dazwischen liegenden Zeit, jeder Neubau und jedes sanierte Bestandsgebäude ist also ein Fragment der "Stadt der Zukunft" und sollte als solches gesehen und konzipiert werden. Vielleicht das Wichtige dabei ist, dass wir einen Paradigmenwechsel im Denken noch vollziehen müssen. Im Namen der Nachhaltigkeit wurde, zunehmend während der letzten 20 Jahre, immer mehr bei der Planung von Gebäuden der Versuch unternommen, den negativen Impact des geplanten Gebäudes auf seine Umgebung zu minimieren. Das ist jedoch noch zu wenig. Vielmehr muss es darum gehen, den positiven Impact des Gebäudes auf sein Umfeld zu maximieren. Aus meiner Sicht suggeriert auch der Begriff "Nachhaltigkeit" eine viel zu konservative Haltung. Es kann nicht lediglich darum gehen, alles so zu erhalten wie es ist, sondern vielmehr darum, wie wir mit unseren Handlungen die Situation jetzt und für die Zukunft viel besser machen können. Univ. Prof. Brian Cody, November 2017

Bei den "Stadt finden"-Fachdebatten diskutieren Planende, Politiker(innen), Projektentwickelnde, Grundstückseigentümer(innen), Investor(inn)en, Bauträger, Jurist(inn)en, Journalist(inn)en und Bürger(innen) über die Stadt.

Hinweis auf die folgenden Termine und Themen:

  • 8. Jänner 2018, 18.00 Uhr: "Smart City", mit Adam Greenfield
    Ort: ORF RadioKulturhaus, RadioCafe, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien
  • 12. März 2018, 18.00 Uhr: Abschlussveranstaltung

Informationen, Videos und Pressematerial zu bereits abgehaltenen Fachdebatten:

13. November 2017, 18.00 bis 20.00 Uhr in Kooperation mit der Volksanwaltschaft: Was bedeutet öffentliches Interesse an der Stadt? Hier geht´s per Klick zu Fotos, Video und Presseeinladung, Nachbericht via APA sowie zu Berichten in folgenden Medien: Wiener Zeitung, Standard.

  • Begrüßung Volksanwältin Dr. Getrude Brinek und DI Peter Bauer, Präsident der Kammer der ZiviltechnikerInnen
  • "Was bedeutet öffentliches Interesse an der Stadt?", Arch. DI Hemma Fasch, Architektin und langjähriges Mitglied des Fachbeirats für Stadtplanung und Stadtgestaltung in Wien 
  • "Wer zahlt schafft an?" - Fälle aus der Praxis, Mag. Agnes Lier, Referentin für Baurecht - Volksanwaltschaft
  • Fachdebatte mit dem Publikum unter Moderation von Arch. DI Bernhard Sommer, Vizepräsident
  • Get-together im Festsaal der Volksanwaltschaft

Die Presseaussendung finden Sie hier. Zum Inhalt der Fachdebatte: Leben bedeutet Veränderung, das gilt auch für die Entwicklung von Städten. Wenn sich Städte verändern und sich etwa Gebiete verdichten, der Verkehr zu- oder abnimmt, der Anteil des öffentlichen Verkehrs höher oder geringer wird, Freiräume geschaffen oder verbaut, öffentliche Plätze für alle zugänglich oder zu Konsumzonen werden, geschieht das nicht von selbst, sondern wird von Menschen aufgrund unterschiedlicher Interessen gemacht und geplant. Damit nicht einfach das Recht des Stärkeren gilt, hat unsere Gesellschaft Mechanismen entwickelt, wie das öffentliche Interesse in und bei diesen Prozessen der Veränderung gesichert werden kann. Welche Mechanismen sind das? Müssen sie weiterentwickelt werden? Wer sorgt für ihren Schutz? Bei den "Stadt finden"-Fachdebatten diskutieren Planende, Politiker(innen), Projektentwickelnde, Grundstückseigentümer(innen), Investor(inn)en, Bauträger, Jurist(inn)en, Journalist(inn)en und Bürger(innen) über das öffentliche Interesse an der Stadt.

Video, Fotogalerie und Bericht im Standard der Fachdebatte vom 9. Oktober 2017 "Strategien der Verdichtung. Ist das Hochhaus die Antwort?" aus dem ORF-Radiokulturhaus

Inhalt: In Wien findet derzeit ein veritabler Hochhausboom statt, der das Gesicht der Stadt auf Generationen von Grunde auf verändern wird. Starkes Wachstum bringt Änderungen mit sich, das kennen wir auch aus anderen Großstädten. Bemerkenswert an der Situation in Wien ist, dass derart weitreichende Eingriffe in die Stadt, etwa im Gegensatz zu München wo über dieses Thema eine heftige Auseinandersetzung in den Medien tobt, nahezu ohne Diskussion in der Fachwelt und ohne Einbindung der Öffentlichkeit stattfinden. Bei Stadt finden soll über Verdichtung und was das Hochhaus dazu leisten kann nun erstmals konkret gesprochen werde. Die Diskussion eröffnen folgende Impulsvorträge:

  • "Nur eine wachsende Stadt hat Zukunft. Auch (Wohn-)Hochhäuser gehören dazu", Patrick Gmür, Architekt und Stadtplaner
  • "Immobilienertrag als urbanistische Maxime?", Reinhard Seiß, Raumplaner und Fachpublizist
  • "Sage mir, was du mit Verdichtung am Hut hast - und ich sage dir, wer du bist", Rudolf Kohoutek, Stadtforscher
  • Fachdebatte mit dem Publikum unter Moderation von Arch. DI Christoph Mayrhofer (Vorsitzender Sektion ArchitektInnen)
  • Get-together im RadioCafe

Video der Fachdebatte 11. September 2017 "Wie entstehen Transparenz und Publizität?" aus dem ORF-Radiokulturhaus

  • "Von der Transparenz zur Publizität", Ao. Univ.-Prof. DI Dr. techn. Christian Kühn, TU Wien
  • "Stadt gut?! finden", Arch. DI Susanne Höhndorf, RATAPLAN
  • Fachdebatte mit dem Publikum unter Moderation von Arch. DI Siegfried Loos (Vorsitzender Ausschuss Wettbewerbe)
  • Get-together im RadioCafe

Link zur Presseaussendung "Transparenz und Publizität"

Video der Fachdebatte 12. Juni 2017: Was ist Stadt? Was ist Städtebau? Was ist Stadtplanung?

  • Referat Florentina Hausknotz, Philosophin, Doktorarbeit zum Thema Stadt (Buch: "Stadt denken. Über die Praxis der Freiheit im urbanen Zeitalter.") im Kontext des Promotionskollegs "Formations of the Global" an der Universität Mannheim.
  • Referat Michael Hofstätter (Pauhof Architekten): "Stadtentwicklung Wien" am Beispiel von Projekten aus der Praxis: Synthese Museum Wien (historischer Stadtkontext), Wien Nord (innere Stadttransformation), Schwarzenbergplatz und Mahnmal Judenplatz (städtischer Leerraum/ Kunst).
  • Fachdebatte mit dem Publikum unter Moderation von Christoph Mayrhofer, Sektionsvorsitzender Architekt(inn)en;
  • Get-together in der Kammer

Link zur Presseaussendung.

Video Auftaktveranstaltung 23. Mai 2017 @ Az W: Was braucht die Stadt? Rahmenbedingungen  Stadtplanung der Zukunft

Programm der Auftaktveranstaltung zum Download

  • Begrüßung: Nina Krämer-Pölkhofer MSc, Generalsekretärin der Kammer der ZiviltechnikerInnen
  • "Thesen zur Stadt" - interdisziplinäre Position der Kammer der ZiviltechnikerInnen: Präsident DI Peter Bauer und Vizepräsident Architekt DI Bernhard Sommer

Impulsreferate zu den Thesen zur Stadt:

  • Mag. Christoph Chorherr, Gemeinderat, Ausschuss Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung
  • DI Thomas Madreiter, Planungsdirektor Stadt Wien
  • Ao. Univ.-Prof. DI Dr. techn Christian Kühn, TU Wien
  • Mag. Dr. Stephan Schulmeister, Ökonom

Publikumsdiskussion, Moderation: Dr. Barbara Tóth, "Falter"

Link zu Statements und Informationen für die Presse